Trendbefragungen messen, wie sich Meinungen und Verhaltensweisen in einer Bevölkerung über Zeit verändern. Im Gegensatz zu Kohorten-Umfragen werden dabei nicht dieselben Personen wiederholt befragt, sondern jedes Mal eine neue Stichprobe aus derselben Grundgesamtheit gezogen.
Wie funktionieren Trendbefragungen?
Die gleichen Fragen werden zu verschiedenen Zeitpunkten an verschiedene Stichproben gestellt. Beispiel: Jedes Quartal wird eine neue Zufallsstichprobe von 1.000 Deutschen gefragt, wie zufrieden sie mit der Regierung sind. Die Ergebnisse zeigen den Trend — auch ohne dieselben Personen zu befragen.
Bekannte Beispiele
- Sonntagsfrage: Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?
- Verbrauchervertrauen: Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Lage?
- Mediennutzung: Welche Nachrichten-Apps nutzen Sie regelmäßig?
Vorteile
- Kein Teilnehmerschwund: Jede Welle hat frische Teilnehmer.
- Langfristig: Trends können über Jahrzehnte verfolgt werden.
- Repräsentativ: Jede Stichprobe bildet die aktuelle Bevölkerung ab.
Nachteile
- Keine individuellen Verläufe: Man sieht den Gesamttrend, aber nicht, wer seine Meinung geändert hat.
- Vergleichbarkeit: Unterschiedliche Stichproben können zu Schwankungen führen.
- Aufwand: Regelmäßige Erhebungen erfordern kontinuierliche Ressourcen.
Trendbefragungen sind ein Spezialfall der Längsschnittstudie und nutzen typischerweise quantitative Methoden. Auf umfrage.ninja findest du Portale, bei denen du an solchen Befragungen teilnehmen kannst.
