Eine topografische Befragung erfasst Daten mit räumlichem Bezug. Sie verbindet klassische Umfragemethoden mit geografischen Informationen und beantwortet die Frage: Wo genau tritt ein Phänomen auf — und warum gerade dort?
Einsatzbereiche
- Stadtplanung: Wo wünschen sich Bürger mehr Grünflächen, Spielplätze oder Radwege?
- Einzelhandel: In welchen Stadtteilen besteht Bedarf an bestimmten Geschäften?
- Gesundheit: Wo häufen sich bestimmte Erkrankungen?
- Umwelt: Wo empfinden Anwohner Lärm- oder Geruchsbelästigung?
- Mobilität: Welche Verkehrswege werden als unsicher wahrgenommen?
Vorteile
- Räumliche Muster: Probleme und Bedürfnisse werden auf einer Karte sichtbar.
- Gezielte Maßnahmen: Ressourcen können dort eingesetzt werden, wo sie am meisten bewirken.
- Anschaulich: Kartenbasierte Ergebnisse sind für Entscheider leicht verständlich.
Nachteile
- Datenschutz: Standortdaten in Kombination mit Meinungen können Rückschlüsse auf Personen ermöglichen.
- Technische Anforderungen: Die Auswertung erfordert GIS-Software und Geodaten-Kompetenz.
- Aufwand: Räumlich differenzierte Befragungen brauchen größere Stichproben.
Topografische Befragungen kombinieren quantitative und qualitative Methoden — oft als Online-Umfrage mit integrierter Kartenfunktion.
