Direkter Fragesteller

Der direkte Fragesteller — auch Face-to-Face-Interview oder persönliches Interview genannt — ist die älteste Form der Umfrage. Ein Interviewer stellt dem Befragten die Fragen persönlich, notiert die Antworten und kann bei Bedarf nachhaken. Trotz der Verbreitung von Online-Umfragen hat diese Methode nach wie vor ihren festen Platz in der Forschung.

Wann werden persönliche Interviews eingesetzt?

  • Tiefeninterviews: Ausführliche Gespräche zu komplexen oder sensiblen Themen
  • Straßenbefragungen: Kurze Interviews an öffentlichen Orten
  • Haushaltsbefragungen: Offizielle Erhebungen wie der Mikrozensus
  • Mystery Shopping: Verdeckte Bewertung von Dienstleistungen
  • Medizinische Studien: Wenn der Interviewer den Gesundheitszustand beobachten muss

Vorteile

  • Tiefe Einblicke: Der Interviewer kann Mimik und Körpersprache beobachten.
  • Flexibilität: Bei unklaren Antworten kann direkt nachgefragt werden.
  • Hohe Rücklaufquote: Persönliche Ansprache führt zu besserer Teilnahmebereitschaft.
  • Komplexe Themen: Auch schwierige Fragestellungen können erklärt werden.

Nachteile

  • Teuer: Interviewer müssen geschult, bezahlt und koordiniert werden.
  • Zeitaufwändig: Jedes Interview kostet Zeit — bei großen Stichproben summiert sich das.
  • Interviewer-Effekt: Die Anwesenheit einer Person kann die Antworten beeinflussen.
  • Eingeschränkte Anonymität: Befragte antworten weniger offen bei sensiblen Themen.

Der direkte Fragesteller ist eine Form der qualitativen Umfrage. Wenn du lieber bequem von zu Hause an Umfragen teilnehmen möchtest, findest du auf umfrage.ninja die besten Online-Umfrageportale.