Bei einer Stichprobenumfrage wird nicht die gesamte Zielgruppe befragt, sondern nur ein repräsentativer Teil davon — die Stichprobe. Aus den Antworten dieser Teilmenge werden Rückschlüsse auf die Gesamtheit gezogen. Dieses Prinzip ist die Grundlage fast aller modernen Umfragen.
Arten der Stichprobenziehung
- Zufallsstichprobe: Jede Person hat die gleiche Chance, ausgewählt zu werden
- Geschichtete Stichprobe: Die Grundgesamtheit wird in Gruppen geteilt, aus jeder wird gezogen
- Klumpenstichprobe: Ganze Gruppen (z. B. Schulklassen) werden ausgewählt
- Quotenstichprobe: Die Stichprobe bildet die Bevölkerung nach festen Quoten ab
- Convenience-Stichprobe: Wer gerade verfügbar ist, wird befragt
Wie groß muss die Stichprobe sein?
Die nötige Stichprobengröße hängt von der gewünschten Genauigkeit und der Größe der Grundgesamtheit ab. Faustregel: Für repräsentative Ergebnisse mit ±3% Fehlertoleranz bei einer großen Grundgesamtheit braucht man etwa 1.000 Teilnehmer.
Vorteile
- Kosteneffizient: 1.000 Befragte statt 80 Millionen — bei vergleichbarer Aussagekraft.
- Schnell: Eine Stichprobe ist in Tagen erhoben, eine Vollerhebung dauert Monate.
- Statistisch fundiert: Konfidenzintervalle und Fehlermargen sind berechenbar.
Nachteile
- Stichprobenfehler: Jede Stichprobe weicht etwas von der Grundgesamtheit ab.
- Verzerrungen: Wenn bestimmte Gruppen unter- oder überrepräsentiert sind, stimmen die Ergebnisse nicht.
- Kleine Teilgruppen: Für die Analyse von Untergruppen braucht man größere Stichproben.
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