Feldforschungs-Umfrage – Feldstudie

Eine Feldstudie ist eine Forschungsmethode, bei der Daten in der natürlichen Umgebung der Untersuchungsteilnehmer erhoben werden — also „im Feld“ statt im Labor. Die Forscher beobachten oder befragen Menschen dort, wo das untersuchte Verhalten tatsächlich stattfindet.

Wie funktioniert Feldforschung?

Feldforschung kann verschiedene Formen annehmen:

  • Teilnehmende Beobachtung: Der Forscher wird Teil der untersuchten Gruppe
  • Vor-Ort-Befragungen: Interviews am Arbeitsplatz, im Geschäft oder zu Hause
  • Ethnografische Studien: Langfristige Beobachtung kultureller Praktiken
  • Tagebuchstudien: Teilnehmer dokumentieren ihr Verhalten über einen Zeitraum
  • Mobile Umfragen: Kurze Befragungen per App direkt im Moment des Erlebens

Vorteile

  • Realistisch: Das Verhalten wird in der echten Umgebung erfasst, nicht im Labor.
  • Kontextreich: Forscher verstehen die Rahmenbedingungen, die das Verhalten beeinflussen.
  • Unerwartete Erkenntnisse: Beobachtungen vor Ort bringen oft Dinge ans Licht, die kein Fragebogen abfragt.

Nachteile

  • Zeitintensiv: Feldforschung erfordert viel Präsenz vor Ort.
  • Schwer reproduzierbar: Jede Feldsituation ist einzigartig.
  • Beobachtereffekt: Die Anwesenheit des Forschers kann das Verhalten verändern.
  • Kleine Stichproben: Tiefe geht auf Kosten der Breite.

Feldstudien gehören zu den qualitativen Forschungsmethoden. Ihre Ergebnisse werden häufig durch quantitative Umfragen ergänzt, um die Erkenntnisse auf eine breitere Basis zu stellen.